Ersetzt die Ricoh GR3 Fuji und Leica in der Streetfotografie?

Ricoh Gr3 Sample image

Mein erster Eindruck der Ricoh GR3 für die Street-Fotografie? Gute, solide Verarbeitung, sie liegt schwerer als der Vorgänger in der Hand, ist aber in Wirklichkeit nur 6 Gramm schwerer. Der Autofokus ist deutlich schneller geworden, was am Phasenerkennungs-Autofokus liegt, der sich auch besonders bei sich schneller bewegenden Objekten bewährt. Die Ricoh GR3 ist etwas kleiner als das Vorgängermodell, wirkt trotzdem äußerlich nur geringfügig modifiziert, so hat zum Beispiel der Filmmodus jetzt einen eigenen Button. Das wohl beeindruckendste Feature der GRIII ist der Stabilisator, auf den ich in einem der nächsten Beiträge eingehen werde, da ich heute das schöne Osterwetter in München zum Austesten der Ricoh GR3 für mein liebstes Steckenpferd der Streetfotografie, die harte kontrastreiche Licht-Schattenfotografie, nutzen wollte. Die Akkulaufzeit hat sich durch einige neue technische Features leider verkürzt, aber es hat für 2,5 Stunden intensives Fotografieren gereicht.

 

Die neue Ricoh GR3 für kontrastreiche Licht-Schatten Street Photos

Da ich meist mit der Fuji X100t bzw. Fuji X100f unterwegs bin, habe ich die Einstellungen der Fuji, die ich meist verwende, der für die Ricoh übernommen (F16, ISO 400 bei 1/500s). Mein Eindruck ist, dass die Ricoh tendenziell bei diesen Einstellungen etwas heller/ überbelichtet als die Fuji X100t/f. Gegenüber dem Vorgängermodell ist ein bestechender Zugewinn an Schärfe erkennbar und die Farben der Jpegs sind auch etwas augenschmeichelnder.

Bei der Nachbearbeitung in Lightroom habe ich die üblichen, begrenzten Bearbeitungsschritte unternommen – Kontrast etwas hoch, Tiefen runter und etwas die Sättigung reduziert. Hier seht ihr die ersten Ergebnisse meiner heutigen Streetfotografie-Tour durch das frühlingshafte München mit der Ricoh Gr3:

Ricoh Gr3 Sample image
Münchner Fußgängerzone.
Ricoh Gr3 Sample image
Sendlinger Straße.
Ricoh GR3 Sample
Stachus.
Ricoh GR3 Sample
Marienplatz.
Ricoh GR3 Sample
Im Tal.
Stachus.

 

 

 

Was denkt ihr? Kann die Ricoh GR3 zum Rivalen der Fuji X-Serie oder gar der Leica werden? Preislich liegt sie bei 900 Euro, was für mich ein herausragendes Preis-Leistungsverhältnis gegenüber der Fuji X100f mit 1400 Euro und der gängigen digitalen Leica-Modelle jenseits der 4000 Euro darstellt.

 

Something is wrong.
Instagram token error.
1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Weiterlesen

Die besten und die schlechtesten Kameras für die Streetfotografie

Was ist die Kamera, die am besten für die Streetfotografie geeignet ist? Kurz gesagt: Die, mit der du am besten umgehen kannst. Die, die am besten in der Hand liegt und mit der du dich technisch so gut auskennst, dass du in jeder Situation ein technisch gutes Foto machen kannst. Das sind die Punkte, die eine gute Kamera für die Streetfotografie ausmachen, rein subjektiv gesehen.

Rein objektiv betrachtet sollte eine gute Kamera für Street Photography die folgenden Eigenschaften aufweisen:

Weiterlesen

Die richtige Brennweite in der Street Photography

35mm street photography

Was ist eigentlich die geeignete Brennweite in der Street Photography? Für mich war das lange Zeit, so um 2005 herum, ein Zoom-Objektiv. Ich musste nicht an die Menschen, die ich fotografieren wollte, herantreten und konnte mit 80mm oder noch besser, mit 100mm oder 120mm, gute Schüsse aus der Ferne machen. Ich konnte auch den Weitwinkelbereich abdecken, wenn ich wollte und mal Porträts machte. Doch ich merkte, dass die Fotos die Person, die ich fotografieren wollte, voll abbildete, aber dass die Fotos mit dem Zoom-Objektiv im Telebereich immer sehr flach, ja zweidimensional wirkten.

Weiterlesen

Die Geschichte der Street Photography: ein kurzer Überblick

Die Street Photography ist eine Unterart der Fotografie. Sie umfasst mehrere Stile und berühmte Fotografen. Im Allgemeinen wird damit eine Fotografie bezeichnet, die im öffentlichen Raum stattfindet. Wohl kann sie aber in Geschäfte, Kaffeehäuser, Wohnungen, Bars und in andere Örtlichkeiten hineinblicken. Auch zählen manche Gebäude, wie Shopping Malls oder öffentliche Gebäude ebenfalls zum öffentlichen Raum. Die Street Photography hat sich hierbei auf Menschen spezialisiert, Passanten, Gruppen oder auch einzelne Personen, die in einer Momenthaftigkeit erwischt werden. Es kann aber auch eine Serie geknipst werden, die eine essayistische Geschichte erzählt, oder durch ein Foto eine Milieustudie aufgezeigt werden.

Weiterlesen

Die Wahl der Blende in der Street Photography

Wenn es zur Frage der Kamereinstellungen kommt, dann gibt es unter Streetfotografen unterschiedliche Philosophien. Die einen, wie Eric Kim oder Thomas Leuthard, fotografieren zu einem großen Teil im „P“-Modus, der dem Fotografen jegliches Nachdenken über die Kamereinstellung abnimmt, die anderen hingegen, wie ich, justieren die Einstellungen wie Blende, Belichtungszeit und ISO gänzlich manuell, um gestalterisch einen größeren Einfluss auf ihre Street Photos zu haben.

Weiterlesen

Die Belichtungszeit in der Street Photography

istanbul street photo

Bei entsprechend harten Schatten, wie es im Frühling und Sommer frühmorgens und abends oft der Fall ist, kann man durch die richtige Wahl von Belichtungszeit und Blende in der Street Photography tolle Effekte erzeugen.

Minimalistische und spannende Fotos, die auch nur durch die gewählte Belichtungszeit und kleine Blende funktionieren (meine Empfehlung ist 1/500 oder bei sehr greller Sonne 1/100 s, die Blende sollte ab 11 betragen), sind das Ergebnis, wie das folgende Foto, entstanden auf der Neuköllner Sonnenallee:

Weiterlesen