22 Tipps für richtig gute Streetfotos (2019)

Oft werde ich nach kurzen, knappen Tipps für gute Street Photography gefragt. Gibt es diese Tipps und Tricks überhaupt oder sollte nicht jeder selbst herausfinden, welcher Weg der richtige für ihn ist? Ja, das schon – das gilt für jeden angehenden Streetfotografen wie auch anderen Künstler, aber man muss doch deshalb nicht das Rad neu erfinden. Diese 22 Tipps haben mir über die Jahre geholfen, in meiner Streetfotografie immer besser zu werden und von Foto zu Foto zu wachsen:

  1. Hab deine Kamera immer dabei!
  2. Ein Smartphone ist auch eine Kamera! Deshalb Tipp Nr.2.: Es kommt nicht auf die Kamera an. Was nützt dir die tollste Leica M oder Q, wenn du sie nicht dabei hast?
  3. Lenke dich nicht ab mit dem Hören von Musik, denn oft hört man Dinge, bevor man sie sieht – so verpasst du sonst gute Street Photography Gelegenheiten!
  4. Das Licht macht das Bild. Bleib in der Mittagshitze lieber im Schatten bei einem guten Espresso oder geh in ein Museum, wo du dich für deine Fototour am späteren Nachmittag inspirieren lässt, wenn die Sonne richtig schöne, tiefe Schatten wirft.
  5. Beschränke dich auf eine Festbrennweite in deiner Streetfotografie. Sei es 28mm, 35mm oder 50mm – bleib bei einer Brennweite, das ist mein Tipp für dich. Darüber nachzudenken, welche Brennweite man am Zoomobjektiv wählt, kostet Zeit. So verpasst du vieles und zudem ist die Qualität der Zoomobjektive in einer bezahlbaren Klasse meist nicht so gut.
  6. Denke nicht darüber nach, ob du ein Foto machst oder nicht, mach es einfach. Danach kannst du darüber nachdenken, ob du es wieder löschst.
  7. Das gilt nicht für offensichtlich gefährlich aussehende Menschen oder Obdachlose. Diese solltest du per se nicht fotografieren. Die ersten, weil du dann eventuell nicht heil zuhause ankommst und die Obdachlosen, weil es ethisch für mich nicht in Ordnung ist, da sich diese meist nicht wehren können.
  8. Nimm dir unauffällige Kleidung mit – lass alles grell Bunte daheim!
  9. Nimm dir bequeme Schuhe mit!
  10. Nimm dir etwas zu Trinken mit!
  11. Nimm genügend Ersatzakkus mit!
  12. Achte darauf, dass deine Speicherkarte noch genügend Speicherplatz hat!
  13. Gehe öfter in Ausstellungen. Ob Fotografie oder Malerei, alles kann dazu dienen, dich neu zu inspirieren.
  14. Stecke dein Geld lieber in Fotobücher als die neueste High-End Kamera.
  15. Sei freundlich auf der Straße. Lächle. Sag danke.
  16. Erkläre immer, warum du ein Foto machen willst oder gemacht hast. War es ein bestimmtes Kleidungsstück? Oder das tolle Licht, in der die Person sitzt? Rede mit den Menschen, vielleicht ergibt sich auch mehr – ein Auftrag, eine Freundschaft?
  17. Biete an, ein Foto zu löschen, wenn jemand nicht fotografiert werden will.
  18. Gib deine Visitenkarte heraus und biete an, Fotos per Email zu verschicken.
  19. Hol dir ehrliches Feedback zu deiner Street Photography, nicht nur von Verwandten und Ehepartner. Das geht auch online.
  20. Triff andere Streetfotografen und tausche dich regelmäßig mit ihnen aus.
  21. Wenn du eine Ecke zum Fotografieren gefunden hast – bleib dort und warte immer 5 Minuten oder 20 Fotos länger, als du es eigentlich vorhast.
  22. Und zum Schluss: Selbst wenn du auf dem Weg nach Hause bist – packe deine Kamera erst ein, wenn du deinen Haustürschlüssel heraussuchst – die besten Sachen ereignen sich meist dann, wenn man nicht mit ihnen rechnet.

 

Das waren meine 22 Tipps für bessere Streetfotos – was ist dein Tipp, ein besserer Street Photographer zu werden? Ich freue mich über deine Anmerkungen.

 

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